28. Mai  Lauwersmeer

Motor geht nicht an und nicht aus. Gerade eine Meile vor dem Jachthaven Lauwersmeer haben wir das bemerkt. Kabel verschmort. Jetzt warten wir bis Mittwoch, dann kommt das Ersatzteil. Das ist wohl dasselbe Problem wie vor 2 Jahren. Nur, dass wir jetzt die Ursache kennen. Ein durchgeschmorkelten Kabel mit 10 Adern. Direkt am Motorblock.
Es gibt schlechtere Plätze, um ein paar Tage zu verbringen. Naja. Oder so. Positiv denken. u


26. Mai 2016
Von Norderney nach Borkum und dann nach Emden. Es gefällt uns eigentlich gut in der Nordsee. Die Wellen sind bei ein/zwei Metern Höhe  und bei 4-5 bft längst nicht so unangenehm wie in der Ostsee. Es könnte gerne 10 Grad wärmer sein. Wir frieren dann doch oft beim Segeln. Was ja toll ist, hier an der Nordsee, man rechnet sich aus, wie die Tiden günstig liegen und dann kann man mit der Strömung segeln und hohe Geschwindigkeiten erreichen. Das wird dann ja in England auch spannend sein.
Jetzt liegen wir mitten in Groningen. Im Hafen hier ist sehr schön ruhig, Internet ist super. Die Saison hat noch nicht angefangen. Zu kalt.
Wir nehmen die Stehende-Mast-Route durch Nordholland, das heisst, wir fahren durchs Land, für uns werden Brücken gehoben und Schleusen bedient. Bis ins Ijsselmeer geht es auf diese Weise und dann werden wir einige Tage in Amsterdam im Hafen liegen.
Anschließend geht es an der Küste runter, Niederlande, Belgien, Frankreich. Wenns Wetter passt, werden wir nach Dover oder Eastbourne rübersegeln.










Von Hooksiel nach Norderney

Vor Wangerooge

 Im Yachthafen von Norderney, unser Windrad versorgt uns mit Strom.

Freitag, 20. Mai 2016 NORDERNEY
Im Yachthafen von Norderney bei diesem Wind und Wetter zu liegen, ist das Beste, was man heute machen kann. Um 8.00 Uhr 22 kn und Regen und 12 Grad. Morgen wollen wir weiter. Es geht nach Borkum, dann nach Emden zu Nordwestfunk wegen unseres Routers.
Ja, wir sind bei Kälte und flott Wind von Stralsund, dann von Barhöft nach Burgtiefe gesegelt.
Weiter nach Kiel und dann durch den Nord-Ostsee-Kanal motort, ein schönes Erlebnis. Dann von Brunsbüttel rüber nach Cuxhaven mit reichlich viel Wellen, die aber viel länger sind als in der Ostsee. 
Lange Zeit haben wir laut MarineTraffic vor Cuxhaven rumgehangen, das war natürlich falsch. Vielmehr sind wir am 04. Mai morgens um 2.26 Uhr aufgebrochen zu unserer ersten Fahrt in der Nordsee, gut beraten von Katharina und Dennis. Unser Ziel Hooksiel haben wir in Windeseile erreicht, die Strömung war unser Freund, wir sind in der Jade mit bis zu 9,7 kn gefahren, schnell wie ein Porsche. Durch die Schleuse vor Hooksiel in der Nähe des JadeWeserPorts um 10 Uhr und dann das erste Mal angelegt in unserem Heimathafen mit tatkräftiger Hilfe einiger Vereinskollegen. 
Mal wieder zuhause in Kirchhatten sein, erst einmal wieder richtig auftauen nach den viel kalten Tagen an Bord. Und Leute treffen und sich verabschieden, das dauert ja auch seine Zeit. Und die Zeit der parlamentarischen Arbeit im Gemeinderat ist nun auch bald der Schnee von gestern. Jedenfalls sind wir am Mittwoch, den 18. Mai weitergefahren, von Hooksiel nach Norderney sind es 48 SM, wir hatten schönes Wetter und der Wind und die Strömung haben uns schnell in den Hafen von Norderney getrieben. Gestern abend haben wir in der Stadt am Weststrand in der Bar gesessen und uns gewundert, dass es uns dann doch immer wieder dahin zieht und wir so gerne die tollen Sonnenuntergänge sehen. 
2016 
Stralsund. Luft&Liebe wartet auf uns.
Demnächst gehts weiter: Rostock - Kiel - und dann durch den Nord-Ostsee-Kanal.
Nach einem Zwischenstopp in Hooksiel machen wir uns auf den Weg Richtung England.
NORDSEE IST MORDSEE? Wir hoffen, dass da nichts dran ist.
Für die, die unser Boot kennen: Ja, wir haben einen neuen Aufbau, ja, es sieht schick aus und macht das Schiff um einiges sicherer.

Unser tolles Boot!!!!


Wie war unser Winter? Langweilig wars jedenfalls nicht. Eine gebrochene Schulter, eine Hand-OP.
Viele Vorbereitungsarbeiten, Reiseplanung. Werftbesuche. 
Ganz neu in Kirchhatten: Viele Flüchtlinge, die es zu "betreuen" gibt.
Das bedeutet: Hilfe anbieten bei Dingen des täglichen Lebens, wie unsinnige Telefonverträge stornieren; bei Depressionen zur Verfügung zu stehen. Trösten, wenn die Freundin im Iran die Beziehung aufkündigt. Zur Ausländerbehörde zu fahren, um die Genehmigung für eine Reise einzuholen. Krankenhaus, Arztbesuche. Alles dabei. Erleben, wie manche innerhalb von wenigen Wochen anfangen, Deutsch mit mir zu sprechen. Großartig! Und: Eine Fahrradwerkstatt für die Flüchtlinge (Mobilität auf dem flachen Land) auf die Beine bringen, Spenden sammeln. Mir hats viel Spaß gemacht, neue Erfahrungen zu sammeln. Wenn wir im Herbst wiederkommen, nehme ich die Arbeit wieder auf.
Dankeschön
Zuerst einmal das große Dankeschön an unsere Basisstation in Hamburg, an Birgit und Jens!
Und auch großen Dank an unsere Basisstation in Kirchhatten, an Manuela, Rosel, Konrad, Thomas und Tim, die sich um unsere Wohnhaus gekümmert haben und uns unterstützt haben, als fremde Menschen mit einem Brecheisen eine Tür zum Garten aufgestemmt haben, um in unserem Hause nach Schätzen zu suchen. Das muss insgesamt ein ziemlicher Frust gewesen sein, denn wir haben keine Bargeldmengen oder Goldklumpen eingelagert. Meine Kameraausrüstung ist zum Teil weg, Hartmut und mir fehlen jetzt so einige Dinge, die einem am Herzen liegen. Danke an unser beiden Gartenfrauen Birgit und Julia, eine Freude, nach Hause zu kommen und alles ist schön im Garten. Vielen vielen Dank an Helmut Risch, der uns den ganzen Winter über mit viel Geduld begleitet hat, um  unser Boot zu verbessern!!!!! Danke an die RamminWerft, speziell an Peter, der wirklich viel Gehirnschmalz in unser Boot gesteckt hat.  Danke an Heide und Gerald, bei denen wir, wenn wir in HH sind, immer übernachten dürfen. So viele schöne Gespräche mit Euch allen!
Eine schöne Zeit hatten wir mit Andrea, Sophie und Tim im Götakanal, für nächstes Jahr laden wir Euch wieder zu uns aufs Boot ein. Wir haben uns unterwegs mit der SY PALVE getroffen, die wir schon im letzten Jahr auf der Ostsee kennengelernt haben, Brit und Klaus, auf ein Wiedersehen beim Ostseestammtisch! Mit Mandy und Christopher wars richtig nett, wir sehen uns in Hamburg. Die vielen Begegnungen mit Menschen, die das Segeln auch so spannend machen.  Der so junge Einhandsegler Lars in Simrishamn,  der jetzt bald als Crewmitglied (Hand gegen Koje) den Atlantik überquert, Dorotea und Dirk mit ihrer Havarie in Kalmar, die beiden netten Schweden in Glommen, die uns am Motor geholfen haben, Gertraude und Günther, Gilbert usw usw.
Anfang Oktober
An einem völlig windlosen Tag (die Tage vorher und hinterher waren auch nicht anders) haben wir das schöne Kloster auf Hiddensee verlassen mit dem Ziel Barth. Ein unglaubliches Erlebnis, auf dem platten Wasser dahinzugleiten. Um uns herum gerade mal ein paar Hundert Schwäne, einige einsame Angler und sonst nur diese fantastische Natur vom Nationalpark Mecklenburg-Vorpommern.Vielleicht kann man das durch die Fotos nachempfinden.
Jetzt liegt unser Boot in Barth und wartet drauf, dass wir diese Woche kommen und (wenn alles funktioniert) es nach Lauterbach zur VILM-Werft segeln.



Blick nach Stralsund