02. September 2014 
Klaipeda in Litauen


Große Pötte im Hafen von Klaipeda


Hartmut hilft beim Hochklettern

Klaipada
Yachthafen von Klaipeda




03. September 2014
Drehbrücke für Fußgänger am Yachthafen in Klaipada





Mit Jörg und Hartmut, der rote Hut ist für Gabi!!!!!
Handgefilzt auf Saaremaa


Kuressare auf der Insel Saaremaa.  Estland
Burg in Kuressare 14. Jahrhundert gebaut
In der Burg 
Im Museum in Kuressare
Morgens um 5 Uhr segeln wir los von Saaremaa
31. August 2014
Doppelte Strecke
Wir verlassen den Hafen von Ventspiels ziemlich spät, weil die Strecke, die vor uns liegt, mit 35 Seemeilen nicht allzu weit ist. Mit 8 bis 10 Knoten fahren wir geruhsam dahin. Unser Zeil ist Pavilosto.  Etwa 20 Seemeilen vor diesem Hafen erhalten wir von der Segelyacht "Papillon", die im Ventspils neben uns gelegen hat, 2 Engländer auf dem Weg nach Kleipeda, über Funk den Hinweis, dass in Pavilosto in der Mitte der engen Einfahrt ein großer Stein liegt, auf den sie bereits draufgefahren sind. Ein Danke für diesen Hinweis an die Papillon, die als Dankeschön von uns in Liepaja eine Flasche Wein erhalten haben. Wir entscheiden uns, dann nach Liepaja weiter zu fahren, was leider jetzt auch zusätzlich zum Bliester das Anstellen des Motors bedeutet.
So kommen wir dann erst gegen 20 Uhr im Hafen an. Die Einfahrt ist einfach und wir fahren durch einen Industriehafen auf den "Yachthafen" zu. Der Hafenmeister zeigt uns einen Platz, dafür verscheucht er einige Angler, was uns peinlich ist.  Anschließend, nachdem wir noch ein Gespräch mit den Engländern hatten, gehen wir in die Stadt und finden noch ein geöffnetes nettes Restaurant.
30.08.2014
Wasser in der Bilge!

Nachdem wir gestern so einen schönen Segeltag hatten, finden wir, obwohl wir 47 Seemeilen lang  danach suchen, so gut wie keinen Wind. 10 Seemeilen mit Blister, danach motoren wir friedlich vor uns hin.
Kein Tag geht ohne Aufregung ab. Mittags höre ich es im Salon so verdächtig gluggern, ich hebe eine Fußbodenplatten an und sehe nur Wasser, viel Wasser, welches durch die Wellen auch noch hin- und herschwabbelt. Panik! Wo kommt das her? Wie auch immer, es muss raus aus dem Schiff. Wir stellen die Pumpen an und können das Wasser rauspumpen. Beim Geschmacksteststelle ich fest, es schmeckt nicht salzig. Es ist auch sauber und klar. Hartmut stellt fest, dass die Anzeige vom  Trinkwassertank zeigt, der Tank ist LEER, obwohl ich gerade in Kuivastu Wasser getankt hatte. Also ist es Wasser aus dem Tank und das sind 350 Liter!. Nachdem wir in Ventspils angelegt haben, machen wir uns auf die Fehlersuche. Hartmut stellt fest, es ist von einem Schlauch eine Schelle abgesprungen (Grüße an die VILM-Werft). Um die Schelle wieder zu befestigen, muss Hartmut das Klo abbauen.
Währenddessen hole ich die Lebensmittel aus der Bilge, die im Wasser herumgeschwommen sind und mache alle wieder sauber und trocken. Dann können wir uns endlich den Ort Ventspils (wir sind in Estland) anschauen. Kein besonders schöner Ort, ein Industriehafen (Öl) ohne viel Charme.
Unsere Reisebegleitung für ein paar Stunden


Montu .. eine einzige Baustelle

29.08.2014
Nicht immer endet ein Tagestörn in einem idyllischen Hafen....

Morgens um 5.30 winkt uns Jörn von der "Miss Sophie" zum Abschied nach, denn unsere Wege trennen sich. Wir verlassen den netten Hafen Kuivastu auf der Insel Muhu. Jörn aus Bremen haben wir in Dirhami kennengelernt, er hat dort mit seinem Boot neben uns gelegen. Ich glaube, man kann sagen, wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Lange Gespräche und ein schöner Spaziergang verbinden uns nun. Er segelt mit seinem Boot in einen kleinen Hafen hier ganz in der Nähe und bringt es dort ins Winterlager.
Hartmut und ich sind wieder einmal 2 Tage wegen zuviel Wind im Hafen geblieben und sind mit dem Bus nach Kuressare gefahren und haben uns die wirklich beeindruckende Burg aus dem 13. Jahrhundert mit einem spannenden Museum angeschaut.
Die Luft & Liebe hat als nächstes Ziel Ventspils vor sich, getanktZwischenstopp soll in Montu sein 71 Seemeilen Tagesetappe. Ein schöner langer Segeltag erwartet uns, wir segeln auch mit Blister und erreichen Speed von mehr als 7 Knoten. Zwei Gäste finden sind ein, zwei zarte kleine Vögel, die sich auf dem weiten Meer verflogen haben und uns 2 Stunden begleiten. Müsli mögen sie, aber den Wind bei höheren Geschwindigkeiten können sie nicht so gut ab, irgendwann sind sie verschwunden.
Dann nähern wir uns dem Hafen Montu und sehen von ferne eine große Rauchwolke, die sich beim Näherkommen als brennende Reifen herausstellt. Das riecht toll!  Der ganze Hafen ist eine Baustelle, schwierig, einen Platz zu finden. So richtig gemütlich ist es nicht, trotzdem, wir haben keine Wahl, der nächste Hafen ist 46 Seemeilen entfernt. Zu weit. Ich mach noch schnell Raviolo warm und beim Essen schauen wir uns einen Film mit Ulrich Mühe an.
Morgen gehts also weiter nach Ventspils.


Auf nach Riga! 20. - 23. August 2014
Die Wetterprognose sagt uns, der Wind ist zu stark, fahrt nicht aufs Meer hinaus. So entscheiden wir uns, mit dem LuxusBus nach Riga, Lettland, zu fahren. Es dauert 4 Stunden und 35 Minuten und ist ausgesprochen bequem. Wir haben für 3 Nächte ein Hotel in der "Old Town" gebucht. Die Stadt ist ebenso beeindruckend wir Tallinn, nur doppelt so groß. Wir buchen eine Führung in deutscher Sprache und erkunden anschließend die Stadt zu Fuß. Der Dom mit seiner weltberühmten Orgel ist natürlich unser Ziel und wir können für 15 Euro auf den besten Plätzen ein ganz herrliches Orgelkonzert genießen.  Abends bummeln wir durch die Altstadt. Aus allen Ecken kommt Musik, in vielen Kneipen gibt es gute LifeMusik, auch Jazz. Insgesamt ist die Atmosphäre hier sehr entspannt und freundlich. Natürlich braucht auch Riga den Tourismus.
 Am letzten Tag nehmen wir an einer Führung durch die ehemalige KGB-Zentrale (ein sehr großes Gebäude in der Innenstadt) teil. Verhörräume und der Keller mit den entsetzlichen Zellen stehen nur dieses Jahr zur Besichtigung offen. Eine gruselige Szene, wie in einem Klischeefilm über den KGB. Folter und Erschießungen, das hat hier über Jahrzehnte stattgefunden. Bestrafung von Konterrevolutionären und die gründliche Bespitzelung der lettischen Bevölkerung wurde von hier aus organisiert.
Im Zweiten Weltkrieg hat in Lettland die deutsche Wehrmacht regiert, 40.000 Juden wurden ermordet, es hat ein Ghetto bestanden. Wir fühlen ums irgendwie schuldig.
Zurück nach Tallinn gehts wieder mit dem Bus. Im Vereinshafen in Tallinn ist richtig was los, Baltic Regatta. Wir fahren am Samstag aber weiter nach Lohusalu, Dirhami und Kuivastu, wo wir heute mal wieder Starkwind abwarten.  
Fahrt nach RIGA
Im Luxusbus mit Internet umd viel Beinfreiheit



Altstadt Riga
KGB Zentrale